Luftfeuchtigkeit beim Trocknen
Feuchte Luft stoppt Trocknungsprozesse. Wenn draußen dichter Nebel liegt und die Wände die Feuchtigkeit der Dispersionsfarbe nicht abgeben können, bleibt der Anstrich über viele Stunden klebrig und fleckig. Wir messen deshalb die Restfeuchte im Gips mit dem Sensor, lüften kontrolliert quer durch die Zimmer und warten geduldig, bis die Grundschicht wirklich tragfähig abgebunden hat, anstatt voreilig eine zweite Farbschicht darüberzulegen.
Kälte an Außenwänden
Farbe braucht Mindesttemperaturen. Sinkt das Thermometer an ungedämmten Aussenwänden zu stark ab, bildet das Bindemittel keinen stabilen Film und der Anstrich blättert schon nach wenigen Wochen kreidig ab. Bei geplanten Malerarbeiten in Gstaad heizen wir kühle Zimmer daher rechtzeitig vorab auf ein gleichmäßiges Niveau, damit der Putz durchgehend handwarm bleibt.
Sonneneinstrahlung im Sommer
Zu viel Hitze schadet. Brennt die Nachmittagssonne ungehindert durch große Glasfronten direkt auf die frisch gestrichene Fläche, trocknet die Farbe viel zu schnell an den Rändern an. Man sieht dann jeden einzelnen Pinselansatz als unschönen Streifen. Wir dunkeln solche Fensterpartien gezielt ab, damit die Farbe gleichmäßig verläuft und keine sichtbaren Ansätze auf der Fläche zurückbleiben.