Rutschhemmung in Nasszonen beachten
Glänzende Platten werden nass spiegelglatt. Im Duschbereich verlangen nasse Füße eine spürbare Oberflächenstruktur, während an der Wand glatte Glasuren die Kalkentfernung erleichtern. Wer hier nur nach Optik im Katalog entscheidet, schlittert beim ersten Duschen gefährlich umher.
Toleranzen bei Großkeramik
Riesige Platten sind niemals völlig plan. Durch den Brennvorgang im Ofen entsteht bei langen Kanten immer eine minimale Wölbung, die man beim Verlegen im Halbverband sofort als störenden Versatz an den Ecken spürt. Unser Fliesenleger in Ayent setzt deshalb auf Kreuzfugen oder ein spezielles Nivelliersystem mit Zuglaschen, damit die Übergänge zwischen den Platten eben bleiben. Fehlt diese Technik, bleiben Schuhe an überstehenden Ecken hängen.
Fugenbreite bestimmt die Haltbarkeit
Knirsch verlegte Fliesen brechen. Bauherren wünschen sich oft haardünne Fugenlinien, doch Keramik arbeitet bei Temperaturschwankungen im Raum spürbar. Eine Mindestbreite nimmt diese winzigen Bewegungen auf, ohne Druck auf Nachbarplatten auszuüben. Zementäre Fugenmassen brauchen Raum zum Verkrallen. Zu schmale Fugen bröseln bereits nach wenigen Reinigungszyklen wieder heraus.